2026 · 6 Min. Lesezeit · Von EficiencIAl Studio
So entsteht ein Imagefilm mit KI: der echte Prozess
Wir haben gerade einen Teaser von 62 Sekunden fertiggestellt, der durch neun Branchen führt: Büromöbel, Kühlkettenlogistik, Architekturakustik, Kaffee für die Gastronomie, Augenoptik, Präzisionslandwirtschaft, Mode, Sportnahrung und Software. Kein einziger Drehtag. Das ist der komplette Prozess, Schritt für Schritt, ohne Geheimnis.
Woher ein Teaser mit neun Branchen kommt
Jede Sequenz im Schnitt entstand als Demonstration für eine Art von Unternehmen, das an andere Unternehmen verkauft. Es sind die Branchen, in denen Imagefilme wehtun: Eine Kühlflotte im Morgengrauen zu drehen heißt, Lkw stillzulegen, die eigentlich ausliefern sollten. Ein eingerichtetes Büro zu drehen heißt, eines zu mieten oder einen Showroom abzubauen. Und wenn das Produkt Software ist, gibt es schlicht nichts zu filmen.
Die Generierung mit KI beseitigt diesen Zoll. Was sie nicht beseitigt, ist der Bedarf an Regie. Genau dort liegt der Unterschied zwischen einem Film, der verkauft, und einem Haufen Prompts.
Die Methode in vier Schritten
1. Briefing
Eine halbe Stunde Gespräch: Was verkauft das Unternehmen, an wen, und wo wird der Film zu sehen sein? Eine Messe verlangt einen anderen Rhythmus als LinkedIn, und ein Händler schaut auf andere Dinge als ein Einkaufsleiter. Gibt es ein Markenhandbuch, folgen wir ihm. Muss das echte Produkt erscheinen, reichen gute Fotos.
2. Drehbuch und Regie
Wir schreiben die Einstellungen, die das Geschäft erzählen, mit Look, Tempo und Referenzen, bevor irgendetwas generiert wird. Der Kunde gibt das Drehbuch auf dem Papier frei. Es ist die günstigste Phase, um die Meinung zu ändern, genau wie bei einem Dreh.
3. Gerichtete Generierung, Einstellung für Einstellung
Jede Einstellung wird generiert, geprüft und wiederholt, bis sie hält. Halten heißt: Die Physik verrät dich nicht. Der Kaffeedampf steigt, wie er soll, die Bohnen fallen mit Gewicht, das Muster eines Sneakers verrutscht beim Drehen nicht, und das Logo ist im letzten Frame noch das Logo. Dort steckt der größte Teil der Arbeit, und dort spürt ein Zuschauer, ohne es benennen zu können, ob Handwerk dahintersteht.
4. Lieferung
Master in hoher Auflösung und Schnitte pro Kanal: horizontal für Web und Messe, vertikal und quadratisch für Social Media. Die Kennzeichnung als KI-generierter Inhalt nach der europäischen Verordnung ist serienmäßig erledigt.
Was sich gegenüber einem Dreh ändert
- Niemand reist. Kein Team, keine Schauspieler, kein Kunde am Set. Die Drehorte bestimmt das Drehbuch, auch solche, die es nicht gibt.
- Fristen werden in Tagen gemessen. Ein Stück vom Kaliber des Teasers wird meist ein bis zwei Wochen nach Freigabe des Drehbuchs geliefert.
- Änderungen tun nicht weh. Wo ein Dreh zurück ans Set zwingt, wird hier die Einstellung mit der Korrektur neu generiert.
- Keine Rechte, die ablaufen. Keine Bildrechte von Schauspielern zu verlängern und kein Stock-Material unter fremder Lizenz.
Und eine notwendige Ehrlichkeit: Manche Aufträge verlangen weiterhin einen Dreh, etwa wenn das Produkt in echten Händen mit Katalogtreue in jedem Frame erscheinen muss. In solchen Fällen sagen wir es vor dem Angebot und schlagen meist einen Hybrid aus echtem Material und VFX vor.
Was kostet so ein Imagefilm?
Es hängt von denselben Dingen ab wie bei jeder Produktion: Zahl der Einstellungen, Länge, ob eine Figur über Szenen hinweg identisch bleiben muss und in wie vielen Formaten geliefert wird. Was sich ändert, ist die Kostenstruktur: Reisen, Locationmiete, Drehteam und Schauspielertage entfallen. Mit fertigem Briefing gibt es ein festes Angebot innerhalb von 24 Arbeitsstunden.
Ansehen und selbst urteilen
Der komplette Teaser, die neun Branchen im Detail und das Formular für deinen eigenen Film stehen auf der Seite Imagefilm mit KI für Unternehmen. Und wenn du sehen willst, wie weit die Technik mit echter Regie geht: Realistische KI-Videos zeigt 62 weitere Einstellungen, mit offengelegtem Prozess.