AI Act seit 2. August 2026: Leitfaden für Unternehmen
Der AI Act ist seit dem 2. August 2026 grundsätzlich anwendbar, mit Ausnahmen und unterschiedlichen Zeitplänen. Die richtige Frage lautet nicht „Nutzen wir KI?“, sondern: welches System, welche Rolle hat Ihr Unternehmen, wer ist betroffen und welche Pflicht folgt daraus?
Aktualisiert am 24. August 2026. Diese Zusammenfassung dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung für Ihren Fall.
Aktueller offizieller Zeitplan
Die Europäische Kommission fasst den aktuellen Zeitplan zusammen:
- Verbote und bestimmte Pflichten zur KI-Kompetenz gelten seit Februar 2025;
- Governance und Pflichten für Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck gelten seit August 2025, mit besonderen Übergängen;
- die Verordnung ist seit dem 2. August 2026 grundsätzlich anwendbar;
- die Hochrisiko-Regeln des Anhangs III gelten ab 2. Dezember 2027;
- Hochrisiko-Regeln für KI in regulierten Produkten gelten ab 2. August 2028.
Der AI Omnibus trat am 27. Juli 2026 in Kraft. Die frühere Fassung dieses Artikels nannte eine endgültige Annahme am 29. Juni; dieses Datum war nicht korrekt und wurde entfernt.
Artikel 50: Transparenz mit bestimmtem Umfang
Seit dem 2. August 2026 müssen Systeme, die zur direkten Interaktion mit Menschen bestimmt sind, so gestaltet sein, dass sie über die Interaktion mit KI informieren, sofern dies für eine angemessen informierte Person nicht offensichtlich ist; die Ausnahmen des Artikels bleiben bestehen. Das bedeutet nicht, dass „jeder Chatbot immer und ohne Ausnahme“ denselben Hinweis benötigt.
Außerdem bestehen besondere Pflichten für Anbieter von Systemen zur Erzeugung synthetischer Inhalte sowie für bestimmte Deepfakes oder Texte von öffentlichem Interesse. Nicht jeder erzeugte oder veränderte Inhalt wird gleich behandelt. Die offizielle FAQ zu Artikel 50 erläutert Adressaten, Umfang und den begrenzten Übergang für bestimmte ältere Systeme.
Unternehmen haben nicht alle dieselbe Rolle
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Sind Sie Anbieter, Betreiber, Einführer oder Händler? | Die Pflichten unterscheiden sich nach Rolle |
| Ist das System hochriskant? | Klassifizierung und Zeitplan erfordern eine Analyse des Verwendungszwecks |
| Interagiert es mit Menschen oder erzeugt es Inhalte? | Transparenz nach Artikel 50 kann greifen |
| Verarbeitet es personenbezogene Daten? | Die DSGVO gilt daneben |
| Geht es um sensible Entscheidungen? | Zusätzliche Kontrollen und Fachrecht können gelten |
Stand des spanischen Gesetzentwurfs
Der Entwurf des Organgesetzes für den guten Einsatz und die Governance künstlicher Intelligenz wurde am 28. Mai 2026 eingebracht und befindet sich weiterhin im parlamentarischen Verfahren. Am 24. August weist die offizielle Akte des Kongresses die Änderungsphase aus. Der Entwurf darf nicht als bereits geltendes Gesetz beschrieben werden.
Prüfliste
- Systeme inventarisieren, einschließlich nicht dokumentierter oder nicht autorisierter Nutzung.
- Unternehmensrolle, Zweck, Nutzer und betroffene Personen festhalten.
- Vorläufige Risikoklassifizierung und Prüfung des Fachrechts durchführen.
- Anbieter, Verträge, Daten, Standorte und Übermittlungen erfassen.
- Hinweise, Markierung oder Kennzeichnung für den Fall festlegen.
- Menschliche Aufsicht, Protokolle, Vorfälle und Beschwerdekanal definieren.
- Verantwortung, Nachweise und Prüfdatum zuweisen.
Die früheren Angaben zur Verbreitung und Vorbereitung in Unternehmen hatten keine ausreichend definierte Quelle und Stichprobe für den spanischen Markt und wurden daher entfernt.
Einbindung in eine Implementierung
Ein schlüsselfertiges Projekt kann Inventar, technische Dokumentation, Hinweise, Protokolle und Kontrollen umfassen, wenn sie im Umfang definiert sind. Wir versprechen keine allgemeine „Compliance inklusive“: Das Ergebnis hängt von Rolle, Nutzung, Daten, Anbietern, Entscheidungen des Kunden und der erforderlichen Rechtsprüfung ab.
Für die Prüfung eines konkreten Systems nennen Sie Nutzung, Anbieter, Daten, Nutzer und Entscheidung. Wir erstellen eine technische Analyse und zeigen auf, wo spezialisierte Rechtsprüfung erforderlich ist.
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